Wir müssen uns wohl mit der Erkenntnis abfinden, dass der SARS-CoV2 noch einige Jahre unser Leben beeinflussen wird. Impfungen und durchgemachte Infektionen sind kein sicherer Infektionsschutz, da sich immer wieder Subtypen bilden, die dem Abwehrsystem entkommen (aktuelle Informationen und Kommentare siehe unten).

Als Verfechter der funktionellen Medizin halten wir neben Hygienemaßnahmen (Maske, Abstand, Lüften, Luftfilter etc.) und auf Wunsch Impfungen nach STIKO insbesondere die individuellen Unterstützung des Immunsystems durch unsere auf dieser Homepage skizzierten Maßnahmen für besonders wichtig.

Impftermine und Procedere

Für Impftermine melden Sie sich bitte telefonisch in der Praxis. Impflinge müssen zur Auffrischungsimpfung die aktuellste ausgefüllte Aufklärung zum Termin mitbringen, die Sie unter diesem Link finden: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.htm

Warum impfen wir in der Praxis bis auf Weiteres zur Auffrischung nur mit dem an Omikron/BA.1 angepassten Impfstoff?

Wer sich die Mühe macht, die wissenschaftliche Begründung der STIKO für Ihre Empfehlung durchzulesen wird feststellen, dass die Datenlage insbesondere für den Impfstoffe gegen Omikron-BA.4/5 bisher nicht solide erscheint:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/40_22.pdf

Prof. Alexander Kekulé kritisiert die STIKO-Impfempfehlungen zu den neuen Impfstoff gegen die Omikron-Varianten BA4/5 in seinem Podcast:

https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/audio-stiko-neue-impfstoffe-omikron-100.html

STIKO empfiehlt für Auffrischimpfung vorzugsweise angepasste bivalente Impfstoffe“ Stand 21.9.2022 Quelle: KVNO

„(…) Der Beschlussentwurf der STIKO ging gestern in das Stellungnahmeverfahren. Sowohl der BA.1-Impfstoff als auch der erst kürzlich zugelassene BA.4/BA.5-Impfstoff lösen laut STIKO im Vergleich zu den bisherigen mono-valenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten aus und erzielen ebenfalls gegenüber dem Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute Antikörper-antwort.
Die Empfehlung gilt jedoch nur für Auffrischimpfungen, nicht für die Grundimmunisierung gegen COVID-19 (1. und 2. Impfstoffdosis). Hierfür sollten unverändert die herkömmlichen zugelassenen Impfstoffe eingesetzt werden – oder alternativ für Personen zwischen 18 und 50 Jahren der neue Impfstoff Valneva (zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens vier Wochen, nicht während Schwangerschaft und Stillzeit).

Für wen sind die adaptierten BA.1 und BA.4/BA.5-Impfstoffe zur Auffrischung (Booster) empfohlen?

Erste Auffrischimpfung (in der Regel die 3. Impfung) – sechs Monate nach abgeschlossener Grundimmunisierung oder durchgemachter Infektion:
– Comirnaty Original/Omicron BA.1 oder Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5 (Biontech/Pfizer): alle Personen ab 12 Jahren
-Spikevax bivalent Original/Omicron BA.1 (Moderna): alle Personen ab 30 Jahren

Zweite Auffrischimpfung (in der Regel die 4. Impfung) – sechs Monate zum letzten immunologischen Ereignis (Impfung oder Infektion):
– Personen ab 60Jahren
– Personen ab 12 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung, inbesondere Immundefizienz
-Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere bei direktem
Kontakt zu Patientinnen/Patienten und Bewohnerinnen/Bewohnern
-Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Pflege
-Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe


Dritte Auffrischimpfung nur nach ärztlichem Ermessen (Frage Dr.Rocke: Aufgrund welcher Datenbasis?)
Bei besonders gefährdeten Personen wie Hochbetagten oder Personen mit Immunschwäche kann es laut STIKO sinnvoll sein, abhängig von den bisherigen Antigenkontakten (Impfungen und Infektionen) nach dem vierten immunologischen Ereignis (z. B. 2. Auffrischimpfung) im Abstand von sechs Monaten noch eine weitere (5.) Impfstoffdosis zu verabreichen. Dies sollte aber nur mit ärztlicher Beratung und unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands der Patientin/des Patienten sowie des individuellen Erkrankungsrisikos geschehen.