Geriatrisches Basisassessment

Mit den Jahren geht es weniger um einzelne Diagnosen als um die Frage, was im Alltag noch gut gelingt und wo Unterstützung nötig wird. Das geriatrische Basisassessment nimmt genau das in den Blick.

Für wen

Für Patienten ab 70 Jahren und für Menschen mit chronischen neurologischen Erkrankungen.

Was wir erheben

1
Selbstständigkeit
Mit dem Barthel-Index erfassen wir systematisch, was im Alltag selbst gelingt und wobei Hilfe nötig ist. Das ist auch die Grundlage für Fragen der Pflegebedürftigkeit.
2
Beweglichkeit und Sturzrisiko
Gehtempo, Aufstehen vom Stuhl, Standsicherheit und der Timed-up-and-go-Test geben ein gutes Bild. Stürze sind im Alter einer der häufigsten Gründe, warum Selbstständigkeit plötzlich verloren geht, und das Risiko lässt sich senken.
3
Geistige Leistungsfähigkeit
Uhrentest, Mini-Mental-Status-Test oder DemTect, je nach Fragestellung.
4
Stimmung
Depressive Beschwerden werden im Alter oft übersehen oder für „normal“ gehalten. Die geriatrische Depressionsskala hilft, sie zu erkennen.
5
Medikamente
Wir gehen die gesamte Medikation durch, auch das, was andere Ärzte verordnet haben, und das, was frei gekauft wird. Wechselwirkungen und Mittel, die im Alter mehr schaden als nützen, sind ein häufiger und behebbarer Grund für Schwindel, Stürze und Verwirrtheit.

Was daraus folgt

Aus dem Ergebnis entsteht ein Plan: Was lässt sich üben, was muss behandelt werden, wo sind Hilfsmittel sinnvoll, wo Physiotherapie, wo die Einbindung von Angehörigen oder Pflegediensten. Wir besprechen das mit Ihnen und auf Wunsch gemeinsam mit Ihren Angehörigen.

Arzt im Gespräch mit einem Patienten im Sprechzimmer
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