Anti-Stress-Medizin

Ein Grundprinzip der Natur ist der gesunde Wechsel von Belastung und Entlastung. Akute Belastung kann uns zu Spitzenleistungen antreiben, unsere Muskeln stärker und unsere Knochen härter werden lassen – aber nur, wenn wir danach ausreichend Gelegenheit zur Erholung erhalten. Chronischer Stress, also andauernde Überlastung – sowohl psychisch als auch körperlich – macht uns krank: Depressionen, Nebennierenschwäche, Burn-Out-Syndrom, Schlafstörungen, AD(H)S, Migräne, Fibromylagie, CFS, MCS, Demenz, Alkohol- und Nikotinsucht können die Folge sein.

 

Unser Anti-Stress-Konzept besteht aus drei Säulen:

 

Ordnungstherapie

 

Der Begriff „Ordnungstherapie“ geht unter anderem auf den Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler Max Bircher-Benner (1867-1939) und auf Sebastian Kneipp (1821-1897) zurück. Er bezieht sich auf die Lebensordnung des Menschen. Dabei geht es um die Frage, wie der Mensch seinen persönlichen Lebensalltag gestaltet – etwa in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung, naturheilkundliche Selbsthilfestrategien, soziales Eingebundensein sowie in seinem gesamten Tagesablauf.

Heute wird sie angewandt für die Bereiche Beruf, Privatleben und ggf. Sport (Trainingsoptimierung) sowie bei Verdacht auf nächtlichen Atemstörungen (Schlafapnoe), bei chronischen Schmerzen und Depressionen. Die Langzeit-EKG- und Herzratenvariabilitäts-Messung (HRV) über mehrere Tage unterstützt die Ordnungstherapie.

Ziele:

  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Förderung eines gesunden Bewegungs- und Ernährungsverhaltens
  • Erlernen von Entspannungsverfahren
  • Verbesserung des sozialen Lebens und des allgemeinen Wohlbefindens

Substrattherapie

 

Die Substrattherapie hat das Ziel, die richtige Balance der körpereigenen Stoffe wiederherzustellen, die bei Stress oft nicht mehr gegeben ist. Dafür erhält der Patient individuell dosierte Aminosäuren, Hormone, Mikronährstoffen, Adaptogene (pflanzliche Zubereitungen zur Unterstützung der Anpassungsfähigkeit des Organismus an Stressbelastungen) und ggf. niedrig dosierte Medikamente zur Wirkungsverstärkung. Dies ist auch bei der Rauchentwöhnung ein sinnvolles Konzept.

 

Zur Substrattherapie gehören:

  • Spezielle Fragebögen zur Ermittlung von Nebennierenschwäche, Mikronährstoffmängel, Geschlechtshormondefizite
  • Anamnese und klinische Untersuchung
  • Messung von Neurotransmitter- bzw. (Neuro)hormondefiziten (Cortisol, DHEA-S, Serotonin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, GABA, Glutamin etc.) in Blut, Urin oder Speichel

Coaching oder Psychotherapie

 

Bei Bedarf empfehlen wir Psychologen oder Psychiater unseres Therapeuten-Netzwerkes.