Ultraschall der Halsarterien und Bauchschlagader
Mit moderner B-Modus-Sonographie und dem Farbduplexverfahren – der farbkodierten Darstellung und Messung der Flussgeschwindigkeiten des Blutes – untersuchen wir Hals-, Bauch- und Beingefäße.
Was wir damit erkennen
Die Untersuchung ermöglicht die Früherkennung und Abklärung bedeutsamer Gefäßerkrankungen: der Arteriosklerose, bei der die Bindegewebsanteile der Gefäßwand verhärten, und der Atherosklerose, bei der sich Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßinnenwänden bilden. Dadurch verengen sich die Gefäße oder verschließen sich sogar vollständig.

Mehrere Faktoren zugleich
Bei der Vorbeugung und Behandlung von Gefäßerkrankungen kommt es auf mehrere Faktoren zugleich an:
Unserer Erfahrung nach werden die letztgenannten Faktoren im Praxisalltag oft zu wenig beachtet — deshalb nehmen wir sie ausdrücklich mit in den Blick.
Blutwerte jenseits des LDL
Außerdem schauen wir auf Blutwerte, die unabhängig vom LDL-Cholesterin mit dem Gefäßrisiko in Verbindung stehen — darunter Homocystein, Lipoprotein(a) und ADMA. Wie gut sich daraus etwas ableiten lässt, ist unterschiedlich:
Die Senkung mit Folsäure und B-Vitaminen verringerte in großen Untersuchungen das Schlaganfallrisiko — in der HOPE-2-Studie ebenso wie in einer chinesischen Studie mit über 20.000 Bluthochdruckpatienten, in der die Kombination aus Blutdruckmedikament und Folsäure erste Schlaganfälle um etwa ein Fünftel seltener machte. Auf das Herzinfarktrisiko wirkte sich die Senkung nicht aus. Am deutlichsten war der Effekt bei niedriger Folsäureversorgung — in Deutschland wird Mehl, anders als in den USA, nicht mit Folsäure angereichert.
Lipoprotein(a) ist weitgehend erblich festgelegt. Medikamente, die es gezielt senken, werden derzeit erprobt; die erste große Ergebnisstudie hat ihr Ziel im September 2026 verfehlt. Solche Werte ordnen wir deshalb ins Gesamtrisiko ein, statt einzelne Zahlen zu behandeln.
Der Gefäß-Check-up liefert dafür die Grundlage.
