Die Mikronährstofftherapie dient der gezielten Ergänzung von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen bioaktiven Nährstoffen bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem Bedarf. Sie kann Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes sein, insbesondere bei ernährungsabhängigen und chronisch-degenerativen Erkrankungen.
Der Einsatz von Mikronährstoffen basiert auf biochemischen und ernährungsmedizinischen Erkenntnissen. In vielen Stoffwechselprozessen sind Vitamine, Spurenelemente und Fettsäuren als Cofaktoren essentiell beteiligt.
Für eine normale Funktion des Immunsystems spielen unter anderem Vitamin D, Vitamin A, Zink, Selen sowie Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle.
Im Rahmen der Mikronährstofftherapie bieten wir in unserer Praxis unter anderem an:
Hochdosis-Infusionstherapien bei nachgewiesenem Mikronährstoffmangel, beispielsweise Vitamin-C-Infusionen
begleitende Anwendung in Abstimmung mit den behandelnden Onkologen bei onkologischen Therapien (z. B. während Radio- oder Chemotherapie)
unterstützende Maßnahmen bei verschiedenen chronischen Beschwerden, etwa Stoffwechselstörungen, Migräne, Erschöpfung, Polyneuropathien oder degenerativen Gelenkerkrankungen
individuelle, laborchemisch gesteuerte Vitamin-D-Therapie
laborchemisch gesteuerte Elektrolyttherapie auf Basis von Vollblutanalysen (z. B. Magnesium, Kalium, Calcium)
Bestimmung und gezielte Optimierung des Omega-3-Index
Sport/Trainingsbegleitung im Sinne eines „Metabolic Tunings„
begleitend bei Hormondysbalancen und/oder chronischem Stress, siehe Anti-Stress-Medizin und ganzheitliche Hormonersatztherapie
zum Ausgleich möglicher Mikronährstoffverluste unter bestimmten Medikament z. B. bei Therapie mit Statinen („Cholesterinsenker“), Metformin, Protonenpumpenhemmern („Säureblocker“), Cortison, Fluorchinolon-Antibiotika oder Antiepileptika
Alle Maßnahmen erfolgen nach individueller ärztlicher Indikationsstellung und gegebenenfalls unter laborchemischer Kontrolle.
Mitochondrien sind die Energie-Produzenten in den Zellen. Die mitochondriale Dysfunktion ist somit ein Energieproblem, das sich in erster Linie im Gehirn, Herzen und in der Muskulatur auswirkt. Muskelschwäche, neurologische Störungen, Entwicklungsstörungen, Herz-, Leber-, Nierenerkrankungen, Infektionsrisiko und altersabhängige degenerative Erkrankungen sind nur einige Störungen, die mit einer schlechten Mitochondrien-Funktion einhergehen. Geschädigte Mitochondrien können sich regenerieren, wenn die auslösenden Faktoren (Medikamente, Ernährung und andere Umweltfaktoren, Mikronähstoffmängel, Hormondefizite etc.) bestimmt und therapiert werden. Regenerieren sich die Mitochondrien, so bieten sich erstaunliche therapeutische Möglichkeiten bei vielen noch ungeklärten oder schlecht behandelbaren Erkrankungen wie CFS, MCS, MS, Herzschwäche, Immunschwäche . Ein herausragender Arzt ist in diesem Bereich Dr. Bodo Kuklinski aus Rostock (siehe Literaturempfehlungen). Noch ist die mitochondriale Medizin nicht sehr weit verbreitet – aus unserer Erfahrung heraus sind wir jedoch sicher, dass sie bald einen wichtigen Baustein der modernen Medizin bilden wird.