Anti-Stress-Medizin
Ein Grundprinzip der Natur ist der gesunde Wechsel von Belastung und Entlastung und die Balancierung der Zell-, Organell- und Organfunktionen im Sinner der Homöostase. Akute Belastung kann uns zu Spitzenleistungen antreiben, unseren Geist und unsere Muskeln stärken und unsere Knochen härten („Antifragiltät„) – aber nur, wenn wir ausreichend Gelegenheit zur Erholung erhalten.
Chronischer Stress im Sinne einer andauernden Überlastung (psychisch und/oder körperlich) führt zu chronischen Entzündungsreaktion (Gehirn! Darm!) <-> Störungen des Neurotransmitterstoffwechsels <-> Immundysbalancen (Allergie! Autoimmunität!) <-> Störungen der Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse) und der anderen großen Hormonachsen und macht uns dauerhaft krank.
Typische stressbedingte Krankheitsbilder:
- Angst und Depressionen
- Immunschwäche
- Allergien
- Autoimmunkrankheiten
- Brain-fog / Konzentrationsstörungen
- Erschöpfung / Burn-Out-Syndrom
- Schlafstörungen
- AD(H)S
- Migräne
- Fibromylagie
- CFS/ME
- MCS
- Suchterkrankungen / Übergewicht (Zucker, Akohol, Nikotin)
- Libidoverlust / Potenzstörungen
- Infertilität
- u.v.m.
Unser Ansatz im Sinne der funktionellen Medizin besteht aus drei Säulen:
Ordnungstherapie
Der Begriff „Ordnungstherapie“ geht unter anderem auf den Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler Max Bircher-Benner (1867-1939) und auf Sebastian Kneipp (1821-1897) zurück. Er bezieht sich auf die Lebensordnung des Menschen. Dabei geht es um die Frage, wie der Mensch seinen persönlichen Lebensalltag gestaltet – etwa in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung, naturheilkundliche Selbsthilfestrategien, soziales Eingebundensein sowie in seinem gesamten Tagesablauf.
Heute wird sie angewandt für die Bereiche Beruf, Privatleben und ggf. Sport (Trainingsoptimierung) sowie bei Verdacht auf nächtlichen Atemstörungen (Schlafapnoe), bei chronischen Schmerzen und Depressionen. Die Langzeit-EKG- und Herzratenvariabilitäts-Messung (HRV) über mehrere Tage unterstützt die Ordnungstherapie.
Ziele:
- Verbesserung der Schlafqualität
- Förderung eines gesunden Bewegungs- und Ernährungsverhaltens
- Erlernen von Entspannungsverfahren
- Verbesserung des sozialen Lebens und des allgemeinen Wohlbefindens
Substrattherapie
Die Substrattherapie hat das Ziel, die richtige Balance der körpereigenen Stoffe wiederherzustellen, die bei Stress oft nicht mehr gegeben ist. Dafür erhält der Patient individuell dosierte Aminosäuren, Mikronährstoffe, Adaptogene (pflanzliche Zubereitungen zur Unterstützung der Anpassungsfähigkeit des Organismus an Stressbelastungen) und — wenn es im Einzelfall angezeigt ist — ergänzende ärztlich verordnete Ansätze. Welche das sein können, besprechen wir persönlich; verschreibungspflichtige Arzneimittel benennen wir auf der Website nicht.
Zur Substrattherapie gehören u.a. folgende Diagnostik:
- Spezielle Fragebögen zur Ermittlung von Hormon- und Mikronährstoffmängeln
- Anamnese und klinische Untersuchung
- Messung und Optimierung von Neurotransmitter- bzw. (Neuro)hormondefiziten (Cortisol, DHEA-S, Serotonin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, GABA, Glutamin etc.) in Blut, Urin oder Speichel (u.a. mit dem „Dutchtest“ von Precision Analyticals)
- Messung und Optimierung von Mikronährstoffen / Cofaktoren
- Messung und Optimierung des Darmmikrobioms, der Verdauungs- und Schleimhautfunktion im Stuhl
- zunehmend: Genpolymorphismusdiagnostik (COMT, MAO, SOD2, GST etc.)
Coaching oder Psychotherapie
Bei Bedarf empfehlen wir Psychologen oder Psychiater unseres Therapeutennetzwerkes.
