Licht und Schlaf

Thomas Müller beschreibt in einem aktuellen Ärzteblatt-online Artikel (22.12.2014) die negative Wirkung von (LED)-Licht auf die Schlafqualität. Die Melatoninproduktion wird offenbar durch die hohen Blaulichtanteile dieser Lichtquellen signifikant reduziert, so dass durch späte Handy/Bildschirm-Benutzung eine Verschiebung und Störung des Schlafrhythmus ausgelöst werden kann.

Daher die ärztliche Empfehlung: wenn möglich sollte etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf die Benutzung von LED-Bildschirmen verzichtet werden.

Melatonin ist übrigens viel mehr als nur ein „Schlafhormon“ – es ist ein bedeutsames hirnschützendes und -regenerierendes Hormon, dessen Potenzial zur Prävention von Hirnerkrankungen in der universitären „mainstream“ – Medizin meines Erachtens bei weitem noch nicht ausgeschöpft wird.

Ich verschreibe Melatonin sowohl in kurzwirksamer, als auch in retardierter Form u.a. bei chronischer Stressbelastung, Burnout-Syndrom, chronischen Schlafstörungen u.v.m.