Nochmal Vit.D und COVID19

Vitamin D senkt Morbidität und Mortalität bei COVID-19
Eine kürzlich durchgeführte Beobachtungsstudie an 235 hospitalisierten COVID-19-Patienten unter der Leitung von Prof. M. Holick (USA), einem der Pioniere der Vitamin D Forschung,  zeigte einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem bei stationärer Aufnahme adäquaten Vitamin D-Status (Gesamt-25OH-Vitamin-D größer 30 ng/mL oder freies 25OH-Vitamin-D größer 8,63 pg/ml) und einem geringeren Schweregrad und niedrigerer Mortalität (Maghbooli et al., PLoS One 2020; 15: e0240965). Basierend auf den CDC (Center for Disease Control)-Kriterien hatten 74% der Patienten der Studie einen schweren COVID-19-Verlauf. 32,8% waren ausreichend mit Vitamin D versorgt. Unter Berücksichtigung von klinischen Kofaktoren ergab sich in der Multivarianzanalyse ein signifikanter Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Suffizienz und der Verringerung des klinischen Schweregrades (hypoxische Zustände bzw. Notwendigkeit der künstlichen Beatmung) und der Mortalität während des stationären Aufenthaltes. Unter den Patienten mit ausreichenden Vitamin-D-Konzentrationen im Blut erlagen 9,7%  der Infektion. Im Vergleich dazu starben 20% der Patienten, die einen 25OH-Vitamin-D-Spiegel unter 30 ng/ml aufwiesen. Adäquates Vitamin D war auch mit niedrigerem CRP und mit höheren Lymphozytenzahlen assoziiert, was auf eine Modulation der Immunfunktionen hindeutet. Die Autoren der Studie vermuten, dass ausreichende Vitamin-D-Konzentrationen bei COVID-19 das Risiko eines Zytokinsturms verringern. 

Quelle: IMD Berlin